Frucht = Freund / Fruchtsaft = Feind

Ok, ich gebe zu, diese Formulierung ist sehr provokativ gewählt und dennoch entspricht sie der Wahrheit.

 

Hast Du gewusst, dass ein Glas Saft 0,3L (auch frisch gepresst) ca. 30 Gramm Zucker liefert? Das sind etwa 2 volle Esslöffel!

 

Viele Menschen weichen auf Fruchtsäfte aus, in der Annahme, Sie würden so ihrem Kind (oder sich selber) etwas Besseres als Süssgetränke (wie Cola etc.) zur Verfügung stellen. Das ist leider nicht der Fall.

 

Wie Du evtl. schon in meinem Artikel Ran an den Speck – 6 einfache Tipps zum Abnehmen gelesen hast, bringen Fruchtsäfte einige negativen Eigenschaften mit sich, welche ich hier ein wenig ausführlicher erläutern möchte.

 

Der Fruchtzucker

 

Viele Menschen (ich früher eingeschlossen) denken „wenn schon Zucker, dann Fruchtzucker (Fruktose), weil das gesünderer Zucker ist“. Das ist leider nicht so - sondern genau umgekehrt: Fruktose, also der Fruchtzucker, wird viel insulinabhängiger in der Leber verarbeitet als anderer Zucker! Und wenn man zu viel auf einmal Fruchtzucker konsumiert, dann wird das dort unter anderem in Fett umgewandelt. Das dann auch prompt in dem Fettspeicher landet und sogar die Leber verfetten kann!

 

Im Gegensatz zu Glukose, welche im Körper für verschiedene Stoffwechselvorgänge genutzt wird und nur noch ein Teil in der Leber landet, kann der Körper Fruktose für rein gar nichts nutzen, weshalb es zu 100 % in der Leber landet, mit den vorgängig erwähnten Konsequenzen.

 

Ein halber Liter Saft täglich über ein Jahr verzehrt entspricht der Energiemenge von gut 10 Kilo Fettgewebe. Ein weiteres Problem ist, dass Saft wegen seines hohen natürlichen – oder zugesetzten – Zuckergehaltes die Insulinausschüttung anregt (Insulin hemmt den Fettabbau und fördert den Fettaufbau). Vielen Säften und Nektaren ist Zucker zugesetzt, weil manche Obstsorten wie Acerola oder Cranberry pur viel zu sauer wären. Hinzu kommt, dass Saft häufig zwischen den Mahlzeiten getrunken wird. Dadurch bleibt der Insulinspiegel für lange Phasen auf hohem Niveau (ich wiederhole mich „hoher Insulinspiegel“ = Böse).

 

Menschen mit Gewichtsproblemen sollten daher möglichst konsequent auf Säfte, Saftschorlen und andere kalorienhaltige Getränke verzichten.

 

Das Hauptproblem

 

Einfach ausgedrückt: Durch den Pressvorgang gehen viele der gesunden Nähr- wie Ballaststoffe der Frucht verloren, bzw. in der Flasche landen hauptsächlich das Wasser und der Fruchtzucker aber nicht das „Gesamtpacket“ welche eine Frucht so gesund macht.

 

Konkret: Obst ist gesund und wichtig und sollte gegessen aber  nicht getrunken werden, bzw. nur sehr selektiv. Nummer 1 Getränk sollte immer nur Wasser sein.

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