by Dino Zanetti

Die wichtigsten Muskeln

Bizeps oder was?


Übermotivierte, meist junge Männer, stürzen sich in der Regel im Training wie verrückt auf die Entwicklung der Bizeps- und Brustmuskulatur. Wie Wahnsinnige malträtieren sie diese Partien mit unzähligen Isolationsübungen aus verschiedensten Winkeln mit 100 Variationen, welche sie aus den unterschiedlichsten Hochglanzmagazinen entnommen haben, um auch ja die letzte Muskelfasern zu aktivieren, damit sie pünktlich zur Saison mit gespannter T-Shirt Brust und -ärmel glänzen können.

 

Gleichzeitig werden anderen Körperpartien im Vergleich vernachlässigt, was nicht selten in einer unnatürlichen und ungesunden Körperhaltung mündet (erkennt man z.B. leicht und oft bei jüngeren Sportlern an den nach vorn gezogenen Schultern und der daraus resultierenden seltsamen Körperhaltung).

 

Obwohl gegen einen runden Bizeps und einer breiten Brust nichts einzuwenden ist, wären die meisten Männer mit einem für Frauen typischen „Bauch-Beine-Po“ Training bezüglich Gesundheit besser beraten. Wieso? Weil in diesem Training der Fokus auf die wichtigsten Muskeln im Körper gelegt werden --> die Rumpfmuskulatur. Nur wenn diesen Partien die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wird ist ein (Rücken-)schmerzfreies Training/Leben möglich (ja ja… Bizeps, Brust, Schulter und Rückenmuskulatur werden mit diesem Training hier auch wachsen,… keine Angst… also ruhig weiterlesen).

 

Nur wer eine Starke Mitte hat wird auch als Ganzes Stark werden

 

Stabilität im Alltag. Wer unter ständigen Rückenschmerzen leidet, sollte etwas dagegen unternehmen. Mit gezieltem Muskelaufbautraining kannst Du Deine Rumpfmuskulatur stärken und Deine Körperhaltung verbessern. Die Rumpfmuskulatur besteht aus etwa 30 Muskelpaaren in der Körpermitte. Dazu gehören die Beckenbodenmuskulatur, die Muskeln im Bauch, am Rücken und im Po. Zusammen sorgen sie für Stabilität.

 

Du sollst auch dann Deine Rumpfmuskulatur stärken, wenn Du keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen möchtest

 

Wer eine "starke Mitte" hat, ist weniger anfällig für Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen. Im Alltag beanspruchen leider nur wenige Menschen ihre Rumpfmuskulatur. Der Grund: Langes Sitzen am Schreibtisch und zu wenig Bewegung führen dazu, dass wichtige Muskeln verkümmern.

 

Regelmässiges Muskelaufbautraining kann dem entgegenwirken. Eine stabile Rumpfmuskulatur entlastet Deine Wirbelsäule und die Bandscheiben, da es wie ein Stützkorsett wirkt. Wann solltest Du mit Muskelaufbautraining beginnen? Wer dem natürlichen Prozess der Alterung entgegenwirken möchte, sollte bereits in jungen Jahren mit Muskelaufbautraining starten.

 

Ab einem Alter von 30 Jahren bauen sich die Muskeln langsam ab und nach dem vierzigsten Lebensjahr beginnt ein langsamer Knochenschwund. Deswegen sollten insbesondere ältere Menschen ihre Rumpfmuskulatur stärken, um das schwächer werdende Knochengerüst zu stützen. Solltest Du bereits Schmerzen im Rücken verspühren, unbedingt Rücksprache mit deinem Arzt halten, bevor Du mit dem Training startest.