Du bist die beste Trainingsmaschine

Wir trainieren ohne Maschinen - Wir sind die Maschinen


Ja Du… genau Du… was Du glaubst mir nicht? Lies weiter…

 

Obwohl seit einigen Jahren die Bedeutung des funktionalen Trainings mit eigenem Körpergewicht erfreulicherweise immer weiter steigt (bzw. bei Profisportler schon immer angewendet wurde), sind die meisten Trainingscentern immer noch mit einer Armada von Trainingsmaschinen ausgestattet. Klassische Maschinen aus der goldigen Ära des Body Building der 70er Jahre, modische Geräte mit Chiplesern und mehr leuchtenden Lämpchen als ein Airbus Cockpit oder medizinisch wertvoll anmutende Gerätschaften aus welchen man sich teilweise ohne Hilfe nicht mehr befreien kann.

 

Nun möchte ich all diesen Geräten ihre Existenzberechtigung nicht abstreiten. Wer aus gesundheitlichen Gründen unter Anleitung einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft mit Maschinen für den Wiederaufbau trainieren muss, wird sicherlich deren Vorzüge erkennen.

 

Für alle anderen hier die tolle Nachricht:

 

Die beste aller Maschinen besitzt DU schon… DEINEN eigenen Körper

 

Ihr werdet in keinem Center, keinem Shoppingkanal und keinem On-line Händler ein vollkommeneres und besser durchdachtes Trainingsgerät als euren eigenen Körper finden. Und das tolle daran, es kostet euch nicht mal einen Cent. Na wenn das nicht mal eine gute Nachricht ist, ein hoch auf eure tollen Körper.

 

Oft werden Maschinen von unerfahrenen Sportlern vorgezogen, mit der Idee, erst Erfahrung zu sammeln. Nicht wenige Center propagieren sogar, dass nur „erfahrene“ Trainierende sich an freie Gewichte und Übungen wagen sollten, da die Verletzungsgefahr zu gross ist. Nur, das ist der grosse Trugschluss. Wer falsch trainiert, wird sich immer verletzten, auch an einer Maschine. Niemand sollte ohne Fachinstruktion komplexe Bewegungsabläufe durchführen und mit schweren Gewichten um sich werfen. Und hier liegt auch der grosse Nachteil von Maschinen.

 

Diese Geräte folgen einem starren Bewegungsmuster. Der Bewegungsablauf ist vorgegeben und gibt daher auch keine Rückmeldung, wenn ich mich falsch bewege. Nicht wenig übermotivierte Sportler würgen viel zu hohe Gewichte in Maschinen und merken dabei nicht, dass sie keine korrekte Haltung einnehmen. Hier können bereits kleinste Verdrehungen vom Oberkörper oder Gesäss Schäden nach sich ziehen. Diese kommen nicht nach einem Training, sondern kumulieren sich meist über eine lange Zeit und münden nicht selten in chronische Schmerzen.

 

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Ausführung von Kniebeugen an einem geführten Gerät oder Turm im Vergleich zu freistehenden Kniebeugen an einem Rack. Während bei freien Kniebeugen die kleinste Fehlbewegung dazu führt, dass man entweder das Gleichgewicht verliert, nach vorne kippt oder die Stange nicht mehr balanciert auf einem liegt, würde man dies an einer geführten Maschine nicht feststellen. Nicht selten kann man dabei zusehen, wie trainierende das Becken hin und her bewegen um bei der Aufwärtsbewegung das Gewicht irgendwie nach oben drücken/würgen zu können oder sie formen den Rücken zu einem Hohlkreuz um den Winkeln zu verändern und mehr Kraft aus einer anderen Position zu generieren. Die natürliche Aufwärtsbewegung wird völlig verändert.

 

All das ist höchst gefährlich und nicht im Sinne der Sache - Viele Grüsse an den Physiotherapeuten an dieser Stelle

 

Ein weiterer grosser Nachteil von Maschinen ist die Tatsache, dass die Muskeln isoliert für die entsprechende Bewegung trainiert werden. Der Körper „verlernt“ im Verbund zu arbeiten. Dies kann man leicht beobachten, wenn Sportler an Beinstrecker-Maschine alle Gewichtsscheiben dranhängen aber keine einzige Kniebeuge mit eigenem Körpergewicht korrekt ausführen können, da sie die Technik und das Zusammenspiel der verschiedenen involvierten Muskeln und Nerven nicht beherrschen. Auch beobachtbar bei Personen die Unmengen von Kilos bei Rückenmaschinen ziehen aber keinen einzigen Klimmzug mit ihrem eigenen Körpergewicht bewerkstelligen können. Es fehlt ihnen nicht an Kraft, sondern an der Fähigkeit den Körper als Ganzes zu nutzen, wie es eigentlich von der Natur her vorgesehen ist

 

„Aber wieso behaupten die Center etwas anderes?“ wirst Du Dich jetzt berechtigterweise Fragen

 

Nun, die einfache wie unspektakuläre Antwort ist „Geld“. Deinen eigenen Körper kann Dir niemand vermarkten und schon gar keine Jahresgebühren dafür verrechnen. Training mit dem eigenen Körper kann sehr anstrengend und schweisstreibend sein, dass schreckt viele ab. Wie bequem ist da doch eine Maschine mit einem bequemen Ledersessel, wo ich meine 3 x 10 Wiederholungen sitzend durchführen kann. Hast Du Dich schon mal in deinem Center schon mal umgeschaut, wie viele der Trainierenden wirklich erschöpft auf diesen Geräten sitzen oder in Tat und Wahrheit genauso relaxed vom Gerät steigen wie sie darauf gestiegen sind?

 

Bitte versteh mich nicht falsch. Ich will keine Center verteufeln, ich trainiere selber in einem (auch wenn ich nur ca. 5 % vom Material dort benötige und absolut jede Maschine meide). Es ist ein toller Ort um sich mit gleichgesinnten auch auszutauschen, aber es ist auch der Ort von massenhaft Halbwahrheiten, Mythen und vielen Fehlinformationen. Wie so oft steht auch hier eine Milliardenschwere Industrie dahinter.